Sport nach Covid-19

Die aktuelle Coronavirus-Pandemie stellt die Gesellschaft derzeit auf eine harte Probe. Nicht nur die Gesundheitssysteme, sondern alle Bereiche des öffentlichen Lebens werden vor große Herausforderungen gestellt. Auch im Hinblick auf die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit, sind Mediziner und Sportwissenschaftler nun gefragt, um den „Return-to-Activity“ nach einer Covid-19 Infektion systematisch zu gestalten.

In Deutschland sind es derzeit circa 1,6 Millionen genesene Covid-19-Patienten – die Zahl ist stetig steigend. Bald sind es über 2 Millionen Menschen, die nach überstandener Krankheit wieder zur gewohnten Leistungsfähigkeit zurückkehren möchten.

Return-to-Activity Management

Um die kardiologischen und respiratorischen Risiken nach einer Covid-19 Infektion gering zu halten, empfehlen wir die Wiederaufnahme des Trainings nach den vorliegenden Richtlinien systematisch und unter medizinischer Aufsicht wieder aufzunehmen.

Aus medizinischer Sicht ist zu bedenken, dass neben der Lunge auch das Herz-Kreislauf-System, das zentrale und periphere Nervensystem, sowie Leber und Nieren akut betroffen sein können. Aus diesem Grund plädieren wir für eine überwachte und systematische Rückkehr zur Aktivität. Wir orientieren uns dabei an den Richtlinien der Forschungsgruppe Elliott et. al, eine wissenschaftliche Gruppe, die sich mit ihrem Return-to-play Protokoll auf die Re-Integration von Athleten nach Covid-19 Erkrankungen fokussiert haben.

Bei Covid-19 Erkrankungen greifen zunächst die bekannten Prozesse wie Testung und Isolation. Beide Prozesse können durch das Langzeit EKG von Nambaya mit medizinischer Messgenauigkeit und dennoch im Real-Life durchgeführt werden. Dadurch können beispielsweise eine erhöhte Atemfrequenz oder Herzrate auch im Alltag erkannt werden. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und körperliche Ruhe unterstützen den Genesungsprozess von Anfang an. Sollten sich die Symptome nach 7 Tagen nicht verbessern oder sogar verschlechtern, wird ein weiterer ärztlicher Check-up empfohlen.

Covid-19 Symptome
– Kurzatmigkeit
– Trockener Husten
– Fieber
– Co-Symptome wie Durchfall und Übelkeit
– Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes

Das Return-to-Activity Management richtet sich an Erkrankte mit leichten und moderaten Krankheitsverläufen. Bei schwerer wiegenden Krankheitsverläufen, mit Krankenhausaufenthalt, empfehlen wir vorab weitere Maßnahmen:
– Blutuntersuchung auf Entzündungsmarker (Hochempfindlichkeits-Troponin, Hirnnatriuretisches Peptid und C-reaktives Protein)
– Kardiale Überwachung (12-Kanal-EKG, Echokardiogramm, Belastungstoleranztest, Belastungstest und kardiales MRT)
– Beurteilung der Atmungsfunktion (Spiroergometrie)

Das Return-to-Activity Management ist ein systematisches Programm zur schrittweisen Wiederhinführung zur sportlichen Aktivität und Leistungsfähigkeit nach einer Covid-19 Erkrankung. Vor Einstieg in den schrittweisen Aufbau der Leistungsfähigkeit sollte der Patient/Kunde:
– mindestens 10 Tage vollständig geruht haben
– mindestens 7 Tage symptomfrei sein
– fähig sein, Alltagsaktivitäten ohne Ermüdungserscheinungen oder Kurzatmigkeit ausführen zu können
– keine Medikamente zur Behandlung der Erkrankung mehr zuführen

Zur Erkennung der Herzgesundheit und Symptomfreiheit bietet sich ein messgenaues Screening Tool an, wie es von Nambaya eingesetzt wird.

Der Weg zurück zur Aktivität

Achtung: Sollten dabei Symptome wiederkehren oder Erschöpfungserscheinungen festzustellen sein, sollte von einer weiteren Progression abgesehen und wieder die Ruhephase aufgenommen werden!

1. Phase = Ruhepause (mind. 10 Tage)
Wir empfehlen in dieser Phase auf jegliche Art von körperlicher Belastung zu verzichten. Gesundheitsfördernde Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung, viel Schlaf und genügend Hydration unterstützen den Genesungsprozess.

2. Phase = leichte Aktivität (mind. 2 Tage)
Alltagsaktivitäten wie spazieren gehen, Rad fahren oder leichtes Joggen, können wieder aufgenommen werden. Achten Sie dabei auf eine moderate Herzfrequenz und eine kurze Belastungszeit von ca. 15 Minuten. Das 1-Kanal 24-Stunden-EKG eignet sich hier ideal im Alltag um die Herzfrequenz zu messen.

3. Phase = Aktivitäten steigern (mind. 4 Tage)
Einfache Bewegungsroutinen, die den Körper stabilisieren und mobilisieren oder leichte Trainingseinheiten, in der bereits vor der Erkrankung ausgeführten sportlichen Aktivität, können integriert werden. Dabei sollte zunächst die Dauer (von 30 bis maximal 60 Minuten) und erst im Anschluss die Intensität (maximal 80 % HFMax) der Aktivität gesteigert werden.

4. Phase = Rückkehr zur normalen Aktivität
Frühestens ab dem 17 Tag ist der Körper ausreichend erholt, um zur gewohnten Aktivität zurückzukehren.
Wir empfehlen die tägliche Überprüfung der Ruheherzfrequenz sowie das Beobachten der Symptome und des subjektiven Belastungsempfindens. Mit Nambaya kann die Herzrate und Atemfrequenz 24-Stunden genau aufgezeichnet werden, um eine optimale und schnell Betreuung zu sichern.

Mit Nambaya zum Return-to-Activity

Um Einblicke in den Verlauf der Genesung zu bekommen und Verbesserungen sichtbar zu machen, bietet sich Nambaya ideal an.

Wichtige Erholungsprozesse wie ein gesunder Schlaf und die Regulationsfähigkeit des Nervensystems können durch das Langzeit EKG von Nambaya mit medizinischer Messgenauigkeit im Real-Life durchgeführt werden. Durch das, kaum größer als ein Autoschlüssel, kleine 1-Kanal-EKG kann die Herzfrequenz ideal im Alltag gemessen und Veränderungen aufgezeichnet werden.

Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass neben der Lunge auch das Herz-Kreislauf-System, das zentrale und periphere Nervensystem, sowie Leber und Nieren akut betroffen sein können. Doch in immer mehr Langzeit-Studien zeigt sich: Viele der vermeintlich „Genesenen“ leiden noch über Wochen oder Monate an den Spätfolgen ihrer Infektion. Das Phänomen nennen Forscher „Long Covid“. Es betrifft Atemwege, das Herz-Kreislauf-System, Muskelapparat, Nervensystem und auch den Stoffwechsel. Die Studienlage ist derzeit noch lückenhaft, dennoch gehen Forscher bei circa zehn bis 20 Prozent der Infizierten davon aus, dass Langzeitfolgen bestehen bleiben – einige Studien sprechen dabei sogar von einer deutlich höheren Prozentzahl.

Umso mehr Wert müssen wir nicht nur auf die akute Patientenbetreuung legen, sondern ebenso auf eine ganzheitliche Langzeitbetreuung der Genesenen, um den Weg zurück in die Normalität und hin zu mehr Leistungsfähigkeit gemeinsam gehen.

Mit der Nambaya-Messung können wir genau diese wichtigen Paramater unter einfachsten Bedingungen genau messen und darstellen.

– Auffälligkeiten im Herzschlag wie Arrhythmien und Extrasystolen werden erkannt.
– Die Herzfrequenz wird aufgezeichnet. Covid-Patienten leiden häufig unter einer erhöhten Herzfrequenz. Eine Erhöhung von zehn bis 20 Schlägen bleibt in der Regel unbemerkt vom Patienten, kann aber auf Dauer zu Folgeschäden führen

– Die Atemfrequenz gibt Aufschluss über die Belastbarkeit des Atemapparats. Folgeschäden an Lunge, im Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechseltätigkeit erhöhen die Atemfrequenz deutlich.

– Eine Erkrankung ist Stress für den Körper. Der Körper reagiert darauf und kämpft gegen die Krankheitserreger an. Dabei werden Körperreaktionen ausgelöst, die deutlich sichtbar werden. Die Herzratenvariabilität – ein Indikator für die Fähigkeit des Körpers mit Stress umzugehen – ist im Falle einer akuten Erkrankung und noch nicht völlig ausgeheilter Infektion eingeschränkt

– Ein gesunder Schlaf ist ein essentieller Regenerationsprozess und sollte nicht nur im Falle einer Erkrankung und im Genesungsprozess oberste Priorität haben. Mit der Nambaya-Messung werden alle Schlafphasen übersichtlich dargestellt.

Ziel ist es, zum einen mit unserem Messsystem, den Genesungsprozess zu begleiten, um Empfehlungen für die Trainingspraxis zu geben.

Der „Best-Chase“ sollte aber sein, dass JEDER seinen Gesundheits-Status-Quo checken lässt. Auch ohne Coronainfektion lassen sich bestehende Risikofaktoren erkennen. Diese Baseline kann im Falle einer Infektion helfen, die Auswirkungen der Erkrankung optimal einordnen zu können.

Darüber hinaus sind alle Beteiligten des medizinischen und trainingstherapeutischen Betreuungsprozesses über die Auswertungsplattform miteinander verbunden.

Die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst:

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