Dr. med. Prüßmann über die Anwendung von E-Health

Dr. med. Marie Prüßmann

Dr. med. Marie Prüßmann

Ärztin

Sie ist Medizinerin für Osteopathie und funktionelle Medizin und dabei ist sie eine Vorreiterin in Sachen digitalisierte und moderne Patientenbetreuung. Durch den Einsatz von E-Health und neuster Technologie verfolgt sie einen ganzheitlichen Gesundheits-Ansatz.

Im Interview erfahren Sie mehr über Marie Prüßmann’s Praxis und die Integration von digitalen Lösungen.

 

Quick Q&A

Wann gehst du zu Bett? Zwischen 22-23 Uhr

Hast du ein Wind-Down-Ritual? Bewegung und Atmung

Kaffee oder Tee? Kaffee UND Tee

Kein Tag ohne…? Bewegung

Worauf würdest du eine Woche verzichten? Alles, ausgenommen O2 und H2O

Dein Wohlfühl-Ort? Wasser

Dein größtes sportliches Erlebnis? Windsurfen in der Welle

1. Wie kam es zu der Entscheidung, dein Arbeits-Setup im Bereich E-Health auszurichten?

Dr. med. Marie Prüßmann: „Mein Fokus liegt auf der qualitativen Betreuung meiner Patienten. Diese Qualität kann ich nur gewährleisten, wenn mir dafür so viel Zeit wie nötig zur Verfügung steht. Dafür habe ich ein Praxismodell aufgestellt, das so intuitiv und selbstständig wie möglich arbeitet. Das klingt zunächst paradox, aber durch intelligent gesteuerte Abläufe in Bereichen, in denen ein menschliches Zutun nicht notwendig ist, spare ich Zeit und Kosten. Als Beispiel: ich nutze mit meinen Patienten eine App, die mit meinem Patientenverwaltungssystem kommuniziert und Befunde, Termine und kurze Informationen direkt in der Patientenakte speichert. Selbstverständlich datenschutzkonform. Mit Nambaya habe ich einen zukunftsorientierten Partner für qualitative Diagnostik im Bereich autonomen Nervensystem gefunden, der cloudbasiert arbeitet. So spare ich mir eine weitere Software und produziere weniger Datenmüll.“

2. Hast du Behandlungsschwerpunkte?

Dr. med. Marie Prüßmann: „In meiner Praxis arbeite ich, basiert auf die Schulmedizin, mit integrativen Konzepten zur personalisierten Gesundheit. Das heißt, ich nehme mir viel Zeit und schaue mit meinen Patienten in jede kleinste Ecke ihres Körpers. Der persönlicher Kontakt ist mir wichtig. ABER: den technischen  Fortschritt zu nutzen ist eine großartige Möglichkeit, um Gesundheit auf einem hohen Qualitätsniveau zu fördern.“

3. Du arbeitest im Rahmen deiner Patientenbetreuung mit verschiedenen Wearables und Devices. Wie selektierst du den Markt? Und wie kommt die Nambaya-Auswertung in deiner Praxis zum Einsatz?

Dr. med. Marie Prüßmann: „Ich selektiere Wearables und Devices nach Integrität, Validität, Reliabilität und Objektivität. Im Vordergrund steht jedoch: für meine Patienten sollten die Maßnahmen vor allem in ihrem individuellen Alltag integrierbar sein. Schließlich ist mein Ziel, möglichst alltagsnahe Vitaldaten zu erhalten.

Zudem habe ich als Ärztin Produkte im Fokus, die durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) getestet wurden und als CE-zertifiziertes Medizinprodukt ausgezeichnet sind. So bin ich auf Nambaya aufmerksam geworden, da der Faros-EKG-Rekorder eine Zertifizierung nach dem MPG hat.

Die Schlaf- und Alltagsanalyse mit dem Faros ist EKG- und HRV-basiert, das Gerät ist wasserfest, klein und hat eine valide Messstärke von 1000 Hz. Viele Wearables messen die Abstände des Pulses, um z.B. die HRV zu errechnen. Extrasystolen erkennen sie nicht, und damit hat die HRV keine hohe Aussagekraft. Nambaya kommt bei mir in der Erst-Diagnostik und zum Testen des Therapieerfolges zum Einsatz. In meiner Praxis wende ich es bei Patienten an, die eine positive Anamnese im Bereich der Regulation des Vegetativen Nervensystems haben. Beispiele sind: Schlafstörung, Leistungseinbruch, unregelmäßige Zyklen, Verdauungsproblematiken oder Gedächtnisstörungen.

Jedoch heiße ich jede:n willkommen, der sich für seinen individuellen Gesundheitszustand interessiert. Ich sehe das als eine Art „Gesundheitsbaseline“ an. Somit kann ich auf die individuellen Gesundheitsdaten schließen und im Falle einer Fehlregulation/Krankheit die Daten vergleichen. Ein entscheidender Vorteil ist die deutliche Erleichterung in der Therapiekonzeptplanung und der Definition von persönlichen Zielen.“

4. Was sind deine beruflichen Zukunftsthemen? In welche Richtung möchtest du Dich und Deine Praxis weiterentwickeln?

Dr. med. Marie Prüßmann: „Gesund bleiben – das sollte der Fokus unseres zukünftigen Gesundheitssystems sein! Das ist meine Vision. Was ich möchte ist, dass sich die Menschen für ihre eigene Bio interessieren. Damit lernen sie eine selbstbestimmte, gesundheitsförderliche Lebensführung, abgestimmt auf ihre individuellen Gesundheitsressourcen.

 Letztlich geht es mir um einen Beitrag für eine gesündere Natur, und das beginnt für mich mit dem gesunden Bewusstsein jedes Einzelnen. Der Schlüssel dahin und zur qualitativen Leistung liegt für mich in der transdisziplinären Vernetzung verschiedener Kompetenzen.

Ein gutes Netzwerk bringt uns in einen qualitativen UND effizienten Flow. Patient:innen mit komplexen Krankheitsbildern warten bis zu 10 Jahre auf eine Diagnose und sehen in dieser Zeit >10 Experten aus dem Gesundheitsbereich. Viele Daten verschwanden bis dato im Orbit. Ein gutes Netzwerk im Rahmen der Digitalisierung kann viele Ressourcen einsparen. Und je mehr Daten zur Verfügung stehen, umso näher rückt die Möglichkeit, spezielle Risiken im Sinne einer individuellen Krankheitsprophylaxe frühzeitig zu erkennen. So werden gesundheitliche Beschwerden schon im Vorfeld vermieden. Damit wären wir bei dem erwähnten Ansatz – der Gesundheitsförderung. Wir müssen  Gesundheitsfaktoren identifizieren und gezielt fördern. Voraussetzung dafür sind jedoch jede Menge Daten – und die Bereitschaft der Menschen, diese Daten preiszugeben.

Diese Akzeptanz muss steigen! Diese Schlüsselrolle nehmen aus meiner Sicht die sogenannten „Health provider“ ein, die Experten des Gesundheitswesens.

Das Motto ist: Weniger ist mehr! Qualität vor Quantität! Gesunde Natur – gesunder Mensch. „

Newsletter

As a thank you for registering, you will receive two eBooks for ECG and HRV-based data analysis.

Data protection*
This field is for validation purposes and should be left unchanged.
en_GB