2. Resilienz

Eigentlich ist der Mensch für die heutigen Anforderungen nicht "entwickelt" worden. Das Autonome Nervensystem (ANS) entstand in der Entwicklung vor vielen Jahren, als die Anforderungen an den Menschen noch nicht so komplex waren. Irgendwie haben wir uns dann schon auf die neuen Herausforderungen eingerichtet, doch Anpassung und Überforderung, Sorgen, Druck, Ängste, Hektik aber auch Verstimmung, emotionale Erschöpfung und natürlich Stress bringen uns emotional aus dem Gleichgewicht. Das autonome Nervensystem kommt dann schnell aus der Balance. Viele Funktionen des Körpers werden durch das autonome Nervensystem reguliert, wie z. B. auch der Schlaf. Mangelnde Balancierung ist schädlich und kann auch der Grund für weitere chronische Erkrankungen sein, wie Diabetes, Depression, etc. Doch zuerst sind Performance und das Wohlempfinden stark eingeschränkt.

Das Spiel zwischen Sympatikus und Parasympatikus kann mittels HRV-Analyse gemessen werden. Als Herzfrequenzvariabilität (HRV) wird die Fähigkeit eines Organismus (Mensch, Säugetier) bezeichnet, die die Frequenz des Herzrhythmus an die jeweilige Situation verändert, anpasst.

Ein gesunder Organismus passt die Herzschlagrate an die aktuellen Erfordernisse an. Körperlich, wie auch psychische Belastungen erhöhen in der Regel die Herzfrequenz, die dann bei Entlastung und Entspannung sich wieder einpendeln sollte. Eine größere Variabilität spricht für eine besser Anpassungsfähigkeit, was gewünscht ist. Eine geringe Anpassungsfähigkeit kann darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt. Bei chronischer Stressbelastung sieht man es häufiger, dass die Anpassungsfähigkeit eingeschränkt ist.

Heute kann diese Anpassungsfähigkeit mit kleinen Rekordern im Rahmen einer 24-Stunden-Messung gut ermitteln. Neben der HRV, werden bei medizinischen Geräten auch das EKG und die Aktivität des Patienten mit aufgezeichnet.

Impressum - AGB